23.12.2017: Dank zum Jahresende

 Das „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet / NRW“ geht in das dritte Jahr seiner Existenz.

Aus einer spontanen Idee im Herbst 2014 hat sich im Laufe einer doch recht kurzen Zeit ein beachtliches Projekt entwickelt: Ein Beispiel dafür, was zivilgesellschaftliches Engagement und entschlossenes Handeln bewirken können.

Über eine Entfernung von mehreren tausend Kilometern hinweg und natürlich mit praktischer Hilfe von relevanten Akteuren vor Ort in Kurdistan ist es gelungen, zunächst für ca. 1.000 Menschen (Jesiden, die im Herbst 2014 vor den Massakern des IS geflohen waren), menschenwürdige Unterkünfte zu schaffen … sofern man bei Flüchtlingslagern von „menschenwürdigen Unterkünften“ reden kann.

Wir erlauben uns diese Feststellung aber doch, denn der Anspruch dieser Initiative war es von Anfang an, für die Flüchtlinge mehr als nur „ein Dach über dem Kopf“ zu bauen.

Das „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet / NRW“ ist angeschlossen an das um ein vielfach größere Camp „Mam Rashan“ (10.0000 Menschen) und hat mittlerweile auch Verbindung zu dem Camp „Sheikhan“ – beide im Nordwesten von Kurdistan > hier ein Artikel der „Schwäbischen Zeitung“ mit einer Landkarte.

Wir haben im Jahre 2017 für 3.300 Kinder in den Camps „Mam Rashan“ und „Sheikhan“ Winterjacken, Schulrucksäcke und Schulmaterialien gekauft. Außerdem einen Generator, drei Laptops und zwei Drucker für die Schule in „Mam Rashan“.

052605ae-40b5-44a1-8ee7-413731dba5ed

Großartig, dass wir in diesem Jahr wieder auf eine breite Unterstützung von privaten Spender/innen aus NRW und zahlreichen Leserinnen und Lesern der Schwäbischen Zeitung (Ulm), Unternehmen, Vereinen, Verbänden bis hin zur Band „Die Letzte Instanz“die ein tolles Video gemacht hat, zählen konnten. In das Projekt fließen auch 3.000,00 € ein, die vom Chor der Bochumer Polizei gespendet wurden.

Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank!

be42936c-59d5-4f93-b0e0-4588c4e30277

Wir haben mit Ihrer Hilfe dafür sorgen können, dass die Menschen in den Camps Bleibeperspektiven haben.

In diesen zwei Jahren konnten installiert bzw. angeschafft und ermöglicht werden:

100 Wohncontainer, 50 Ladenlokale, eine Bäckerei, eine komplett ausgestattete Schule für 1.000 Kinder, eine Krankenstation, ein Begegnungszentrum mit Freizeitmöglichkeiten für die Jugendlichen, ein Therapieraum für traumatisierte Frauen und Mädchen, eine Berufsausbildungshalle, ein Fußballplatz, ein Mülllaster, Saug- und Pumpwagen.

Des weiteren regelmäßige Unterstützung durch Lebensmittellieferungen, Ausstattung mit Kleidung, Unterstützung mit Rohstoffen für die Bäckerei, Näherei und Schreinerei.

Außerdem Hilfe für die christliche Gemeinde in Karakosch (Lebensmittelpakete, Krankenwagen, Bäckerei).

Trotz (oder besser: gerade wegen) der angespannten politischen Situation in Kurdistan werden wir weiter arbeiten.

In der Zukunft wollen wir (… nach den Möglichkeiten des Spendenaufkommens) folgende Projekte schrittweise realisieren:

– Bau von Gewächshäusern in den Camps „Mam Rashan“ und „Sheikhan“

– Anstellung von vier Therapeut/innen für die Camps „Mam Rashan“ und „Sheikhan“

– Bau einer Hühnerfarm für Karakosch

– Bau eines Spielplatzes für „Mam Rashan“.

Mit Ihrer Hilfe werden wir das schaffen! Danke!

Jan Jessen, Rudi Löffelsend, Shairzid Thomas, Serdar Yüksel

Weihnachten 2017