Geschichte

Von der Idee bis zur Realisierung in weniger als einem Jahr

Anfang Dezember 2014 wurde die Initiative „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“ vom SPD-Landtagsabgeordneten Serdar Yüksel gemeinsam mit Rudi Löffelsend von der Caritas Flüchtlingshilfe Essen e.V. ins Leben gerufen. Die Initiative richtete sich an Städte, Firmen und Privatpersonen im Ruhrgebiet mit dem Ziel, Spenden für ein Flüchtlingsdorf im Nordirak zu sammeln. Wie es überhaupt zu dem Zusammentreffen von Serdar Yüksel und  Rudi Löffelsend kam,  wird im Film über die Entstehung des Flüchtlingsdorfes geschildert.

Hasnain Kazim beschreibt die Geschichte dieses beispiellosen Projektes hier >>> auf SPIEGEL online.

Zahnpasta und Zahnbürste: Bemalung der Außenwand eines Wohncontainers
An der Außenwand eines Wohncontainers     Klick auf das Bild für eine große Ansicht

Nach zahlreichen persönlichen Gesprächen und Aufrufen über die lokalen Medien im Ruhrgebiet gab es schon nach kurzer Zeit positive Rückmeldungen. Nicht nur größere Ruhrgebietsstädte wie Bochum und Essen sagten ihre Unterstützung zu, auch „Stärkungspaktkommunen“ *)  wie Castrop-Rauxel unterstützten das Projekt mit einem Container. Andere Städte, wie beispielsweise Dorsten und Schwelm riefen ihre Einwohner zu Spenden auf und konnten das Flüchtlingsdorf so mit jeweils mehreren Containern unterstützen.
Darüber hinaus gab es Spenden im vierstelligen Bereich von kleinen, mittelständischen und großen Unternehmen, viele, viele kleinere Spenden von Privatpersonen und von Kirchengemeinden.

Nachdem auch die SPD-Landtagsfraktion, die nordrhein-westfälische Staatskanzlei sowie Firmen und Privatpersonen außerhalb des Ruhgebietes das Projekt finanziell unterstützten, wurde die Initiative als „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet/NRW“ ausgeweitet.

Die ersten Container wurden ab Februar 2015 in Auftrag gegeben. Nach weiteren Großspenden der Deichmann-Stiftung und der Funke Mediengruppe sind bis September 2015 Spenden in Höhe von 450.000 Euro eingegangen.

Im November 2015 konnten die ersten Wohncontainer den jesidischen Flüchtlingen zur Verfügung gestellt werden.

Besonders ertragreich war der Spendenaufruf der Stuttgarter Zeitung zu Weihnachten 2016.

Die Spendengelder werden kostenfrei von der Caritas Flüchtlingshilfe Essen verwaltet. Dadurch wird kein Verwaltungsaufwand für das Projekt erforderlich und die Spendengelder gehen 1:1 direkt in den Ausbau des Flüchtlingsdorfes.

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*) zum Begriff der „Stärkungspaktkommune“ siehe >>> hier >>>